Es war im Oktober am Lobpreisgottesdienst in der Heilbar, als ich ganz stark den Eindruck bekam, ich soll dort Seelsorge in Anspruch nehmen. Dieser Gedanke beschäftigte mich schon lange. So fragte ich Katharina an und bekam noch in der gleichen Woche einen Termin! Mehrmals in Sitzungen konnte ich ganz schön viel aufräumen, abgeben und heilen lassen durch unseren Herrn Jesu Christ. In diesen Wochen spürte ich auch ganz klar, dass ich mehr Zeit im Gebet mit unserem himmlischen Vater verbringen soll. Durch die Hektik des Alltags war das Gebet immer mehr nach hinten gerutscht. Ich gab mir nicht so viel Zeit für die Stille mit Gott. Verschiedene Leute sagten immer wieder: Nimm Dir Zeit für Gott. Doch ich hielt mich nicht daran. Dann, anfangs Dezember, hatte ich einen Unfall. Ich war in Eile und machte einen Fehltritt. Am Tag danach ging ich zum Arzt. Er diagnostizierte eine Muskelzerrung, eventuell einen Muskelriss. Er wollte mir 10 Tage Bettruhe verordnen, in 4-6 Wochen sei es wieder vorbei. Ich fing an zu beten, aber irgendwie stand ich an. Also ging ich in die Heilbar. Dort war Urs und meinte, du brauchst keine Heilung, du brauchst Zeit. Ich erzählte ihm, was ich alles erlebt hatte in der letzten Zeit. Er sagte nur zu mir, frag doch Gott, wie lange du brauchst um heil zu werden. Nach Gebet und Gespräch mit Felicita bekam ich den klaren Eindruck, dass in 10 Tagen alles gut sein könnte. Wir beteten dann noch zu dritt, dass das wirklich so eintrifft und ich die nötige Hilfe für den Haushalt auch bekomme.
Das waren für mich zehn extrem anstrengende Tage. Es entspricht mir gar nicht, faul herum zu liegen! Es muss etwas laufen, alles muss erledigt sein. Doch diesmal ging das nicht. Ich wollte Gott gehorsam sein und diese 10 Tage nutzen, um mit ihm zu reden und in der Bibel zu lesen. Am 11. Tag hatte ich keine Schmerzen mehr! Seitdem verbringe ich viel mehr Zeit mit unserem Herrn. Ich habe unglaublich viel gelernt. Gottes Güte und Gnade sind unermesslich und er macht aus allem etwas Gutes – sofern wir ihn lassen. R.R. |